Patienten-Nutzen

Erstellt von: niederstadtniederstadt - am 14 Sep 2015 23:00 - Zuletzt geändert: 02 Jul 2017 23:23

Siehe auch:
MethodeMethodenbewertung des G-BANutzenbewertungWirksamkeitWirkung

Die Definition des Patienten-Nutzens ergänzt den sozialgesetzlich im SGB V festgelegten und durch die untergesetzlichen Normen der Verfahrensordnung des G-BA und des IQWiG-Methodenpapiers näher definierten allgemeinen medizinischen Nutzenbegriff um Patienten-eigene und Patienten-individuelle Gesichtspunkte.

Definition des Patienten-Nutzens gemäß Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG):

"Beim Patienten‐Nutzen sollen insbesondere

  • die Verbesserung des Gesundheitszustandes,
  • eine Verkürzung der Krankheitsdauer,
  • eine Verlängerung der Lebensdauer,
  • eine Verringerung der Nebenwirkungen sowie
  • eine Verbesserung der Lebensqualität

…berücksichtigt werden1."

Diese Parameter werden in der Bewertung durch das IQWiG allerdings nur anhand von Studiendaten erhoben, weshalb die langfristigen Auswirkungen auf das Leben der Patienten und die gesundheitlichen Ergebnisse unter Alltagsbedingungen ("effectiveness") in IQWiG-Bewertungen in der Regel nicht erfasst werden können2,3

Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. ·(DGHO) befasste sich auf ihrer Frühjahrstagung 2013 mit der Definition des Patienten-Nutzens.
In der Konferenz-Berichterstattung stellt die DGHO fest, dass traditionelle Endpunkte in onkologischen Studien wie das Gesamtüberleben und das progressionsfreie Überleben zwar weiterhin grundsätzlich wichtige Ergebnis-Parameter seien, jedoch nicht ausreichend zur Erfassung des Patienten-Nutzens. Notwendig seien vielmehr objektivierte Informationen darüber, wie Patienten eine Krebsbehandlung und ihre Folgen subjektiv erleben, in Form validierter Scores zur Erfassung der Lebensqualität4.

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